Gedanken Splitter
Ich
Mein ich meine Persönlichkeit muss sich ändern, damit ich wieder aus der
Psychiatrie entlassen werden kann. Nur inwieweit lasse ich mein ich, das sich
selbst töten wollte, ändern? Warum eigentlich muss ich mich ändern? Warum muss
mit allen mitteln verhindert werden das ich mich selbst töte? Warum muss ich ein
Leben führen das zu führen ich längst überdrüssig geworden bin. Muss deswegen
mein ich sich ändern? Wozu? Um wieder ein nützliches Mitglied der Gesellschaft
zu werden? Einer Gesellschaft mit der ich ohnehin nichts zu tun haben will! Um
besser in die Schublade eines so genannten gesunden Menschen zu passen?
Was wen ich nicht will das sich mein ich ändert? Was wenn mein ich mir so
gefällt wie es ist, selbst wenn es bedeutet das ich mich selbst damit auslösche?
Mit all meinen quälenden Gedanken meinem so genannten autoaggressivem verhalten.
Warum mein ich verändern wen es mein wahres von der Natur gegebenes ich ist?
Warum es unbedingt, notfalls mit Gewalt umprogrammieren?
Psychiatrie
Die Psychiatrie ist eine in sich geschlossene, um nicht zu sagen verschworene,
Gemeinschaft von Psychiatern, Psychologen, Sozialarbeitern und Rechtsanwälten.
Eine totalitäre Institution die durch entsprechende Gesetze geschützt wird und
die diese Gesetze für sich zu nutzen weiß. Es fehlt an jedweder Kontrollinstanz,
kurz gesagt ein System das sich selbst überwacht, nur sich selbst Rechenschaft
schuldig ist.
Oberste Direktive ist das nur der Behandler mit seiner Sicht der Dinge Recht hat
und niemand hat anderer Meinung zu sein weiteres die Behandlung so genannter
psychisch Kranker. Wobei die Institution Psychiatrie selbst bestimmt was
psychisch Krank ist.
Jede eigene Meinung des Patienten muss angepasst werden. Jeder anders denkende
der es wagt seine eigene Sicht der Dinge zu vertreten wird als nicht
krankheitseinsichtig nicht compliancefähig oder als nicht paktfähig bezeichnet
und wird in weitere Folge mit gerichtlicher Genehmigung zwangsbehandelt. Mit
Zwangsmedikation, Gewaltanwendung, Elektroschocks und Wegsperrung bis der Wille
des Patienten gebrochen ist und man sich völlig dem Psychiater oder Psychologen
unterordnet sprich ausliefert und ihnen und ihrer Sicht der Dinge widerstandslos
anschließt.
Warum muss ein Selbstmord verhindert werden?
Was bewegt Ärzte, Therapeuten, Psychiater dazu das sie einen Suizidanten
unbedingt das Leben „retten" müssen?
Sicher es gibt so genannte Kurzschlusssuizide, sie sind meines Wissens nach in
der Mehrzahl, die nach erfolgreicher Behandlung, froh darüber sind gerettet
worden zu sein. Aber von diesen Menschen soll hier nicht die rede sein. Vielmehr
soll es um Fälle wie mich Handeln, Die bereits einen oder mehrere
Selbstmordversuch hinter sich haben. Die trotz Behandlung trotz Medikamente
trotz Psychotherapie, den Wunsch zu sterben in sich tragen. Den Wunsch ja sogar
das Verlangen haben – Es in sich fühlen- das der Tod eine Erlösung ist.
Warum ist es der Wunsch von Ärzten, das Leben, das nicht mehr als „Leben"
empfunden wird, unbedingt zu erhalten. Ist es das Gefühl das sie bei der
„Rettung" empfinden, und damit das unvermeidliche nur hinausziehen, Qualen nur
verlängern, oder ist es die Angst um ihren guten Ruf. Die Einsicht das sie
selbst nur Menschen und keine Götter sind. Götter eine rolle die einigen sehr
gut gefällt. Wollen oder können sie nicht wahr haben das es Menschen gibt die
ihre Hilfe nicht wollen die das geholfen werden nur als Demütigung empfinden.
Eines möchte ich gerne nochmals wiederholen und ich werde nicht müde es zu
wiederholen. Es gibt Menschen die eure Hilfe euren Beistand eure Pillen und
Tropfen eure guten Ratschläge eure bloße Anwesenheit nicht wollen ,ja sie sogar
verabscheuen.
Bleibt mit euren studierten Köpfen wo ihr seid, unter euresgleichen wo ihr euch
gegenseitig in eurem Ruhmesglanz überstrahlt. Bleibt in euren Krankenhäusern in
euren Universitäten. Kümmert euch um die die eure Hilfe wollen und lasst mich
und die anderen in Ruhe .
Ist ein von Psychopharmaka und Therapie vernebelter, manipulierter Geist
fähig besser und glücklicher zu leben?
Wer hat mich gefragt ob ich leben will?
Ist das Leben immer und unter allem Umständen lebenswert?
Die einzige Erkenntnis die mich noch interessiert ist die Erkenntnis der
Sinnlosigkeit der Existenz!