Vor einem Selbstmordversuch
Wie beschreibt man etwas das so sehr emotional und existenziell ist wie der
Versuch sein eigenes Leben von eigener Hand zu beenden?
Wie etwas erklären das für die meisten als sinnlos, feige und als Sünde
angesehen wird?
Wie den tief sitzenden, brennenden Seelenschmerz beschreiben?
Wie soll ich Anderen den Lebensüberdruss und den inneren Kampf zwischen nicht
mehr leben wollen und „es noch einmal versuchen" näher bringen?
Wie das abwiegen zwischen der eigenen Sehnsucht nach nicht mehr existieren
wollen und der Sehnsucht der Anderen weiter am Leben zu sein in Worte fassen?
Wie die eigene, sinnlos gewordene, Existenz die man hasst und die schwerer auf
der Seele brennt als die Angst vor dem unbekannten, den Tod, erklären?
Wie ans Licht fördern das man es für die Angehörigen als besser erachtet man
währe tot den am Leben?
Jede Beschreibung würde dem wahren empfinden spotten. So als hätte man die
Hölle durchquert und würde dann versuchen diese Qualen in Worte zu fassen!