Psychotherapie

 

 Sinn einer Therapie kann es sein alte Konflikte und oder Erlebnisse aufzuarbeiten und so z. B.. einen persönlichen Verlust "richtig" zu verarbeiten. Weiteres sollen " falsche" Verhaltensmuster, welche zu Depressionen führen können, geändert werden. Es wird herausgearbeitet welches Verhalten zu einer Besserung führt und welches zu einer Verschlechterung bzw. zu neuen Konflikten führt.

Man lernt "Dinge"/sich selbst aus einem anderem Blickwinkel zu sehen. Man sucht nach Strategien gegen Konflikten und Krisen, wie diese in Zukunft vermieden werden können oder wie man zukünftig mit Konflikten und Krisen umgehen kann. Langfristiges Ziel wird es sein zukünftig selbstständig und eigenverantwortlich  mit Krisen, Konflikten, Unangenehmen Situationen, Stress oder Belastungen umzugehen.

In einer Therapie kann man sich sozusagen alles von der Seele reden was einem bedrückt und Sorgen macht oder was einem sonst so im Kopf " herumgeistert" .

Das Reden über Probleme und Sorgen nimmt einem den "Druck" von der Seele und bringt so allmählich den inneren Schmerz zum erliegen.

 Das jemand der zur Therapie geht einen "Knacks" hat oder nicht richtig "tickt" ist ein Vorurteil von Menschen die es entweder nicht besser wissen oder einfach zu dumm sind.

 Wichtig für mich war es immer, während meiner Therapie außerhalb der Psychiatrie, die Wahrheit zu sagen also immer ehrlich zu sein  auch wen es schwer fällt oder es so aussieht als wen man in einem "ungünstigen" Licht erscheint. Letzt endlich würde man sich ohnehin nur selbst belügen.

 

Ein Therapeut ist aber auch kein Wunderheiler und die Psychotherapie demnach kein Wundermittel wo man einmal hingeht und das ganze Leben kommt sofort wieder in Ordnung.

Es kann mitunter sehr lange, in manchen Fällen Jahre, dauern bis eine deutliche Besserung eintritt.

Es gibt die verschiedensten Therapeutischen Ansätze, als Beispiel sei hier nur die Gesprächstherapie, und die Verhaltenstherapie angeführt.

 Man sollte auch nicht erwarten das es gleich mit dem ersten Therapeuten klappt, um herauszufinden ob man mit einem Therapeuten „kann“ gibt es so genannte Erstgespräche oder Probesitzungen. Du solltest bei der Wahl deines Therapeuten bedenken das du mit Ihm/Ihr sehr viel Zeit verbringen wirst und auch über unerfreuliche Dinge und über „Intime“ Sachen sprechen wirst, sei dir also sicher das du dich bei deinem gegenüber gut aufgehoben, verstanden fühlst und das wahrscheinlich wichtigste das du deinem gegenüber auch vertraust.

Solltest du dich bei deinem Therapeuten unwohl fühlen oder unsicher sein oder gefällt dir seine Art nicht dann sprich das auch offen aus und suche falls nötig einen anderen auf.

Ich denke das eine Therapie bei der man sich mit seinem Therapeuten nicht wirklich versteht nichts weiter als Zeitverschwendung ist.

 Von Therapeuten die nur nach ihren Büchern und ihrer anstudierten Meinung „Therapieren“ ( ich bezeichne sie gerne als „Fachidioten), denen dadurch jegliche „Lebenserfahrung“ fehlt oder die dir ihre Meinung sozusagen einreden wollen würde ich großen Abstand nehmen.

Man darf aber auch nicht den „Professionellen Abstand“ des Therapeuten, zu dem was du ihm/ihr erzählst, mit Gleichgültigkeit dir gegenüber verwechseln.

 Die Therapie findet meistens einmal die Woche für ca. 50 Minuten statt.

 Um nochmals auf die Zahlreichen Vorurteile und eingefahrenen Meinungen zurück zu kommen: Es ist keine Schande sich Hilfe zu suchen und eine Psychotherapie zu beginnen. Wenn du Zahnschmerzen hast gehst du doch auch zum Zahnarzt und schämst dich deswegen nicht. 

 

In einer Therapie kann man eigentlich nur gewinnen. Du kannst lernen dein Leben zu leben und Freude daran zu haben.