Psychiatrie in Kärnten

 

 

Rechtlicher Hinweis :
Der nachfolgende Text wurde nur zum Spaß geschrieben und ist frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit existierenden Personen, Sachverhalten, Institutionen oder wahren Begebenheiten währe rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt.


Persönlicher Hinweis : Mit nachfolgendem " Bericht" möchte ich keinesfalls jemanden von einem Aufenthalt auf einer psychiatrischen Station abhalten noch möchte ich irgendwelche Vorurteile oder Ängste schüren. Ich habe den Text veröffentlicht da ich der Meinung war und bin das solche Zustände und Verhaltensweisen in einer Psychiatrie des 21. Jahrhunderts nicht mehr vorkommen sollten.



In Österreich ist Selbstmord nicht strafbar bzw. verstößt gegen keinerlei Gesetzte. Trotzdem kann jeder der laut über Selbstmord nachdenkt gezwungen werden, nötigenfalls mit polizeilicher Gewalt, in einer psychiatrische Klinik eine gewisse Zeit zu verbringen. In der Regel sind das mindestens zwei Wochen. Wer einen konkreten Selbstmordversuch plant oder gar unternommen hat gilt in der Regel quasi als nicht zurechnungsfähig.

In der Klinik gilt dann das alleinige Nachdenken über den Sinn des Lebens als Selbstmordgedanke, den es gilt sofort im Keime zu ersticken. Versucht man ernsthaft über seine (angeblichen) Selbstmordgedanken mit dem behandelnden Arzt zu sprechen so muss man auch mit " Konsequenzen" rechnen, wie etwa mit erhöhung von süchtig machenden Medikamenten ( Tranquilizer), Beruhigungstabletten, oder gleich die Verlegung auf eine andere, (akut) Station, sprich geschlossenen Station ebenfalls ist mit einer "Ausgangssperre" zu rechnen. Überhaupt ist es so das wen ich versucht habe, während meiner letzten Aufenthalte, über meine Selbstmordgedanken ( waren sie auch nur allgemeiner Natur) zu sprechen ich, teilweise, Reaktionen erlebt habe, als ob ich in der Kirche vor versammelter Gemeinde und Pfarrer versucht hätte eine Satansmesse zu Zelebrieren. In einem Fall wurde ich von der damaligen Asistenzärztin der Station 05 regelrecht angeschrien was mir einfallen würde immer noch an Selbstmord zu denken obwohl ich ja in der Klinik sei.

Ich möchte betonen das ich mich nicht als geistig Verwirrt oder unzurechnungsfähig fühle oder sogar erlebe. Auch wenn man als depressiver vielleicht unter einer verzerrten Wahrnehmung leidet, wie Ärzte gerne behaupten, ergibt auch für Depressive Menschen 1+1 immer noch 2

Es stellt sich mir zwangsläufig die frage wieso ich mich gegen meinen Willen Behandeln lassen muss, dann aber nicht über meine „bösen“ Selbstmordgedanken, mit meinem behandelnden Arzt oder sonst jemanden sprechen kann ohne gleich mit Konsequenzen rechnen zu müssen.

Leider habe ich auch miterleben müssen das es in der Psychiatrie schnell ( zu schnell meiner Meinung nach) zu körperlicher Gewalt kommt, besonders auf so genannten Akutstationen, anstatt es mit einem Gespräch zu versuchen. Für eine Unterbringung die solche und weitere körperliche Gewalt gesetzlich erlaubt, kann schon ausreichend sein das man bei der Visite höfflich verlangt entlassen zu werden.



Ein Selbstmordversuch wird immer als Hilfeschrei gewertet. Dabei ist es vollkommen unwichtig ob der betreffende wirklich Hilfe will oder einfach sterben will.

Ein Mensch der versucht sich umzubringen gilt immer als Psychisch gestört und muss Behandelt werden ob dieser das will oder nicht ist völlig unerheblich. Notfalls muss sogar Gewalt angewendet werden, womit dem Freitod geneigtem auch gleichzeitig der Status eines Menschen aberkannt wird.

Psychiater und Psychologen sind in ihrer einmal anstudierten Meinung so sehr boniert das sie ernsthaft glauben Gott und irdisches Gesetz in sich zu vereinen . Sie glauben, in ihrer Überzeugung nur das Beste zu wollen, über die Freiheit eines Suizidanten entscheiden zu müssen. Dabei gehen sie in ihrem "Wahn" sogar soweit Patienten gegenüber Gewalt zuzulassen und anzuordnen. Leider werden sie in ihrer Überzeugung noch von gerichtlich beeidigten Gutachtern und Richtern bestärkt. Da diese leider in ihren Gutachten und Beschlüssen ausschließlich dem behandelnden Arzt "Recht" geben oder glauben die das sie nach einem 5 minütigem Gespräch dazu in der Lage sind ein Urteil über einen Menschen abzugeben. Ich selbst habe so genannte Verhandlungen miterlebt die ich nur als absolute Farce bezeichnen kann. Ich musste mich jedes Mal fragen ob "DIE" überhaupt wissen das sie über die Freiheit eines unbescholtenen Menschen verhandeln oder ob einfach ein Haufen Studierter " Fachidioten" über ein ihrer Meinung nach krankes etwas urteilen der froh sein kann das ihm alle nur gutes wollen.



 

Hier der eigentliche Bericht:




Erinnerungen an einen Aufenthalt im Zentrum für Seelische Gesundheit

Von meinem letzten Aufenthalt in diesem den Hades gleichenden Ort der sich in Klagenfurt " Krankenhaus " schimpft. Zugesagt wurde bei meiner Einweisung, durch den Krisendienst, das ich wieder auf die Station 03 kommen würde und ich dort bereits Angemeldet währe. Bei einem früheren Aufenthalt fühlte ich mich dort sehr Wohl und erholte mich auf dieser Station relativ gut. Besagten Krisendienst hat übrigens meine damalige Therapeutin verständigt. Ein Facharzt und ein Psychologe in der Ausbildung verlangten trotz meines Protestes eintritt in meine Wohnung und da die Herren es sehr eilig hatten wurde mir nach kurzem Gespräch unmissverständlich gesagt das falls ich mich weigern würde freiwillig mit ihnen mitzukommen man einfach die Polizei verständigen würde und man mich den Polizeiarzt vorführen würde der dann sicherlich eine Einweisung in die geschlossenen Psychiatrie veranlassen würde.

Am nächsten Tag hieß es dann plötzlich ich müsse auf die Station 06 und noch einen Tag später hieß es dann es währe besser wen ich auf der Aufnahmestation bleiben würde. Was ich wollte Interessierte natürlich absolut niemanden. Das ganze wurde zunehmend verwirrender. Bei der 1. Visite wurde ich dann mit einem Kleinkind verglichen das versucht alleine über die Straße zu gehen, auf meinen Einwand das ich ein erwachsener Mensch sei wurde vom verantwortlichen Arzt erst gar nicht reagiert und die Visite als beendet erklärt. Bei den nächsten Visiten wurde mir durch den behandelnden Psychologen eine Dosissteigerung eines bereits verschriebenes Medikamentes, das mir sehr gut half, aus Kostengründen abgelehnt. Erst zwei Wochen später erkannte man das eine höhere Dosis notwendig währe, man verschrieb mir allerdings ein anderes Präparat das wesentlich kostengünstiger war und welches laut Beipackzettel NICHT bei Depressionen verschrieben werden darf. Mein Einwand das ich einen Dosissteigernung des ursprünglichen Medikamentes wollte da ich aus meinen ersten stationären Aufenthalt bereits mit dem Medikament vertraut war und ich fast keine Nebenwirkungen auch bei höheren Dosen hatte interessierte natürlich niemanden auch hielt es niemand für notwendig mich über die zusätzlichen Nebenwirkungen bzw. über die Langzeitschäden die bei diesem kostengünstigeren Medikament auftreten können zu informieren. Nachtrag: Heute nach über 3 Jahren mit diesem Medikament habe ich nachweislich einen Leberschaden davongetragen, Leider habe ich noch keinen Arzt gefunden der eine Neueinstellung des Medikamentes vornehmen wollte.

Die Gespräche mit dem verantwortlichen, so genannten, Therapeuten dauerten immerhin fast 10 Minuten. Der Inhalt der Gespräche die ich als vertraulich betrachtete wurde seltsamer weise kurz darauf vom Pflegepersonal diskutiert. Irgendwie kam mir der Gedanke ob es vielleicht eine Putzfrau im LKH gab die von den geführten vertraulichen Gesprächen nichts erfahren hat. Ca. 1 1/2 Wochen später wurde mir dann gesagt ( in einem 5 minütigem Gespräch das in der Krankenakte als ausführlich beschrieben wurde ) das ich auf die Station 08 verlegt würde da man da einen Garten hatte den ich allerdings nicht Verlassen darf. Seltsamer weise hatte ich von diesem Augenblick bis zur Verlegung ständigen " Begleitschutz " auf der Station, sogar eine Schwester war extra anwesend als ich alleine im Raucherzimmer war, wahrscheinlich hatte man Angst ich könnte  Selbstmord begehen in dem ich vom Tisch springe. Die Frage ob sie mich auch auf die Toilette begleiten und mir dort das Klopapier reichen würde verkniff ich mir. Auf der Station 08 fand dann meiner Meinung nach erst gar keine ernsthafte Behandlung statt, auf meine Bitte um kurzen Ausgang wurde erst mit einer weiteren Erhöhung und zusätzlichen Medikamenten reagiert (Tranquillizer). Nach ca. einer Woche gelang es mir dann doch 30 Minuten Ausgang pro Tag zu bekommen. Als ich dann bei einer Visite des behandelnden Oberarztes über meine Selbstmordgedanken sprechen wollte, wurde erst gar nicht reagiert am nächsten Tag wurde mir dann trotz meiner Zusicherung mir nichts anzutun und gegen die Suizidgedanken anzukämpfen der Ausgang restlos gestrichen. Als ich es wagte diese Anordnung am Nachmittag einer Schwester gegenüber als "kindisch und unnötig " zu bezeichnen wurde ich am nächsten Morgen zum Oberarzt gerufen der mir mitteilte das ich deswegen sofort auf die geschlossene Abteilung verlegt werde. Das hat man also davon wenn man mit einem Arzt ein ernsthaftes Gespräch in diesem Krankenhaus zu führen versucht.
Ich dachte unfreundlicher als auf der 08 kann das Pflegepersonal auf der Geschlossenen kaum noch sein jedoch wurde ich sehr bald eines Besseren belehrt. Als ich dort am 1 Tag die Visite verweigerte und kein Mittagessen wollte wurde das auch gleich vom Pflegepersonal als Medikamenten Verweigerung angesehen, seltsamerweise wurde mir erst gar nicht mitgeteilt das die Medikamente ausgegeben wurden. Man drohte mir mit einer " Spritze ", was soviel heißt wie totale Sedierung, falls ich die Medikamente nicht nehmen würde. Seltsamer weiße wurde mit der " Spritze "gedroht obwohl ich nicht im geringsten gereizt, aggressiv oder sonst auffällig wurde.
Als dann die Ärzte und die so genannten " Diplomschwestern " in ihr Wochenende gingen und fast nur noch, praktisch ungelernte Pfleger, anwesend waren hatte sich das Klima auf der Station drastisch verschlechtert. Vom Pflegepersonal ging eine ungeheure Aggressivität aus. Nicht nur das dort auf einfache Fragen schreiend und mit einem Vokabular eines der deutschen Sprache nur sehr dürftig mächtigen sibirischen Schweinefarmers reagierte . So wurde zum Beispiel von einem Pfleger der höflich von einem Patienten gefragt wurde ob er seine, ihm zustehende Flasche Mineralwasser haben könnte, schreiend geantwortet: " i hob nur 2 haend wenn i 4 haett würd i im Zirkus orbeiten. wart gefälligst bis i Zeit hob. "- na ja vielleicht sollte er besser im Zirkus arbeiten die suchen immer Leute zum Käfige ausmisten, wenn allerdings Tiere in einem Zirkus wie Menschen in der geschlossenen Psychiatrie behandelt würden so würden sich sofort irgendwelche Tierschutzorganisationen und die Medien "einschalten".
Einem anderen Patienten, der wegen hoher Neuroleptika gaben sich kaum noch bewegen konnte, der sein Essenstablett nicht schnell genug in den Transportwagen schieben konnte wurde wieder schreiend Gesagt": beweg di gefälligst schnöller und schleich die sonst reiß i dir die Eier ab ".
Patienten wurden in diesen Zeiträumen weder, wie eigentlich selbstverständlich sein sollte, weder mit Herr oder Frau sondern größtenteils mit DU angeredet. Bei einem Handgemenge im Raucherzimmer bei der ein Patient den anderen mit einem Aschenbecher attackierte wurden sofort beide fixiert, wie das fesseln in Fachjargon heißt, obwohl sich der Angegriffene nur verteidigte, als er sich über die Fixierung zu recht zu Beschwerden begann wurde ihm kurzerhand eine " Spritze " verpasst. Welche nebenbei gesagt sehr gerne vom einfachen Pflegepersonal bei " bedarf " und auf eigenes Ermessen verabreicht wird ganz nach dem Motto Ruhigstellen und wegsperren. Einem Patienten der Fixiert wurde , wurde der gang zur Toilette nicht erlaubt noch nicht einmal eine Harnflasche worauf sich dieser nach Stunden total einnässte was vom Pflegepersonal äußerst abwertend kommentiert wurde .
Selbst an Tagen wo es schönes Wetter gab wurde der zur Station gehörender Garten an Wochenenden nur nach Lust und Laune des Pflegepersonals geöffnet. Schließlich müsste mindestens einer vom Pflegepersonal seiner Aufsichtspflicht nachkommen was, angesichts der gemütlichen Kaffe pause und den daraus resultierenden stundenlangen Gesprächen in der eigenen Kaffeeküche, unzumutbar fürs Pflegepersonal ist.
Von einem Mitpatienten der gerade 14 Jahre im Gefängnis in Stein eingesessen hatte wurde mir versichert das es nicht mal dort solche zustände gibt.

Fixierungen wurden auf dieser Station nicht nur dazu angewandt um akute Gefahren zu entschärfen, nur dann sind solche Zwangsmaßnahmen auch Gesetzlich erlaubt, sondern auch um Patienten zu "Disziplinieren".

Auch habe ich Fälle beobachten können wo von Pflegern die vom Arzt verordneten Medikamenten Dosen eigenmächtig erhöht haben. In einem Fall wurden statt 15 Tropfen Haldol einfach 20 ausgegeben. Als der Patient darauf hinwies wurde ihm mit einer "Spritze" gedroht falls er sich weigern würde die Tropfen zu schlucken. Dies machte man um einige Patienten, vor allem Nachts und am Wochenende "sanfter" zu machen damit der Dienst möglichst ruhig ablief.



Angesichts dieser von mir persönlich erlebten, der Menschenwürde entbehrenden, Missstände stellt sich mir die Frage wie inkompetent um nicht zusagen menschenverachtend der verantwortliche Oberarzt der Geschlossenen Station 10 im LKH Klagenfurt sein muss das er diese Missstände duldet Nichts dagegen unternimmt oder einfach leugnet. Weiteres musste ich mich Fragen was schlimmer ist psychisch krank zu sein oder in dieser sog." Psychiatrie " behandelt " zu werden.

Der verantwortliche Primar sollte sich vielleicht etwas mehr um seinen Hauptberuf als Arzt und seiner damit verbundenen Verantwortung den Patienten gegenüber, auch dann nachkommen wenn in den lokalen Zeitungen nicht über diese und weitere Missstände auf der Station 10 berichtet wird, und sich erst in zweiter Linie um seine gut dotierten " Nebenbeschäftigungen " bei promente usw. widmen.

Abschließend möchte ich noch anmerken das ich mich während meines Aufenthaltes im LKH nicht als Mitsprache berechtigten erwachsenen Patienten sondern als gerichtlich untergebrachtes krankes etwas, behandelt fühlte !
 

 

 


Nachtrag:

Leider bin ich aus rechtlichen Gründen gezwungen zu behaupten das die von mir gemachten Aussagen " Frei erfunden " sind. Hinter dem Zentrum für Seelische Gesundheit ( Psychiatrie) des Landeskrankenhaus Klagenfurt steht als verantwortlicher das Land Kärnten. Dementsprechend steht dem LKH auch die gesamtem juristischen und finanziellen Möglichkeiten des Landes zur Verfügung. Ich als reine Privatperson könnte ich mir deshalb nie einen Rechtsstreit mit dem LKH leisten deshalb habe ich den Bericht unter dem Terminus " Frei erfunden" veröffentlicht.
Dieser zustand ist für mich jedoch nicht länger akzeptabel.
Um meine hier gemachten Aussagen, zumindest Teilweiße, beweisen zu können habe ich deshalb ende des Jahres 2003 meine Krankenakte aus der Psychiatrie schriftlich angefordert. Dabei kam es zu erstaunlichen Verzögerungen. Im normal Fall dauert es etwa sechs Wochen bis man die Krankenakte dann erhält. Nach acht Wochen teilte man mir nach telefonischer Anfrage mit das meine Krankenakte zurzeit nicht auffindbar währe, noch zwei Wochen später erhielt ich die Auskunft das in meiner Krankenakte Ungereimtheiten  seien die man erst  ausbessern  müsste. wieder Wochen später hieß es dann der Damals behandelnde Arzt sei gerade auf Urlaub, diese Ausrede musste noch zweimal herhalten. Selbst die telefonische Nachfrage war nicht ganz Problemlos so wurde z B. im Sekretariat der Psychiatrie nach nennung meines Anliegens und meines Namens plötzlich die Verbindung unterbrochen, versehentlich selbstverständlich, trotz direkter Durchwahl wurde ich mehrmals hin und her verbunden man ließ mich bis zu einer halbe stunde am Telefon warten da man erst Nachschau halten müsste usw. Ich kann mir das nur damit Erklären das sowohl der obige Bericht als auch mein Name, einige Monate nach der Veröffentlichung im Internet, im Zentrum für Seelische Gesundheit als auch im restlichen LKH die Runde gemacht haben.
Nach langem warten und etlichen Anrufen erhielt ich dann gegen ca. 25€ die Akten. Allerdings alles andere als eine Kopie der Akten. Ich erhielt pro Aufenthalt eine kurze allgemeine Zusammenfassung von maximal drei Seiten. Durch ein gerichtliches Gutachten ist mir bekannt das die Krankenakte alleine von meinem ersten Aufenthalt ca. 200 Seiten Umfasst. Der Aufenthalt der zu obigen Bericht führte ist ca. 150 Seiten dick. Nach telefonischer Anfrage Teilte mir die Sekretärin mit das ich ja die Krankenakte jetzt hätte und endlich Ruhe geben sollte. Ein paar Wochen später Telefonierte ich mit dem zuständigen Patientenanwalt um mit ihm die Angelegenheit zu besprechen nach einigen Telefonaten vereinbarte ich einen persönlichen Termin beim Patientenanwalt und im Sekretariat der Psychiatrie. Nach kurzem Gespräch mit dem Anwalt gingen wir ins Sekretariat. Trotz des zuvor vereinbarten Termins war nur eine Sekretärin anwesend die uns noch geschlagene 15 Minuten warten ließ bis sie uns zur Kenntnis nahm. Nach mehrmaligen Nachfragen teilte mir besagte Sekretärin mit das in meiner Krankenakte ein vermerkt der damals Behandelnden Ärzte steht in dem die Anweisung steht das mir die Krankenakte nicht ausgehändigt werden darf. Trotz vorheriger Zusicherung des Patientenanwalt das mir völlige Einsicht in die Krankenakte zusteht bekam besagter Jurist den Mund nicht mehr auf. Da ich das nicht hinnehmen wollte und mehrmals auf die Unrechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise hinwies wurde mir geraten einen persönlichen Termin mit dem Primar zu vereinbaren. Jedoch wollte mir die Sekretärin keinen Termin geben da der Primar, angeblich, seine Termin selbst vergibt. Sie versprach mir jedoch den Primar darüber schriftlich zu informieren so das er mir sicher bald einen Termin geben würde. Der Patientenanwalt gab mir zu verstehen das er da nichts weiter unternehmen könne und riet mir auf besagten Termin zu Warten. Dieses Gespräch fand ende Februar 2004 statt, bis zum heutigen Tag warte ich noch immer auf besagten Termin. (Juli 2004)

Dazu möchte ich noch einiges anmerken. Es ist laut Gesetz strengstens Verboten nachträglich ein Krankenakte in irgendeiner Form zu verändern oder zu manipulieren.
Im Patientenrecht ist gesetzlich verankert das jeder Patient das Recht besitz in seine Krankenakte einsicht zu nehmen bzw. eine Kopie derselben verlangen kann. Dieses Recht darf nur verweigert werden wen der Patient gerichtlich untergebracht ist bzw. "es seinem Wohl abträglich ist". Das nennt sich " Therapeutischer Vorbehalt". Der Primar scheint sich auf dieses Recht zu berufen. Dazu muss man aber auch wissen das nach der Entlassung völlige einsicht gewährt werden muss. Dies gilt auch in der Psychiatrie. Es ist auch Gesetzlich festgelegt das kein unterschied zwischen einem Patienten der Psychiatrie und dem einer " normalen" Station geben darf. Seit besagten Aufenthalt sind fast 3 Jahre Vergangen da kann sich wohl niemand mehr ernsthaft auf einen Therapeutischen Vorbehalt berufen. Außerdem ist es meines Wissens nicht üblich das man vom Primar einer Abteilung einen persönlichen Termin braucht bei dem man dann um die herausgabe seiner Patientenakte bitten muss.
Es kann auch nicht Angehen das Ärzte, Psychiater, Psychologen bei Behandlungsfehler und missachtung der Patientenrechte sowie der Menschenrechte einfach beweiskräftige Krankenakten nachträglich manipulieren und auch die Herausgabe der Akten einfach per Vermerkt verbieten dürfen.
So wie es für mich aussieht gelten nach wie vor weder für dem Primar noch für einige seiner Behandler die Patientenrechte.
Sie stehen offensichtlich über dem Gesetz.
Mir wurde von verschiedenen Seiten ganz deutlich gezeigt das man als Patient in dieser Psychiatrie bestenfalls als "Mensch" zweiter Klasse gilt. Von einer Gleichbehandlung wie im Gesetzt vorgeschrieben ist man sehr weit entfernt.

Inoffiziell wurde mir mitgeteilt das keiner der Patientenanwälte des LKH in dieser Sache etwas unternehmen möchte da man es sich weder mit dem Primar noch mit einem der Psychiater/Psychologen wegen so einer Kleinigkeit verscherzen möchte.


 

 


Nachtrag II

Ich habe am 15.Juli 2004 nochmals schriftlich die Herausgabe meiner kompletten Krankengeschichte gefordert. Natürlich habe ich eine Frist gesetzt und mit Rechtlichen Schritten gegen das LKH gedroht. Am 12.August, am letzten Tag der gesetzten Frist, erhielt ich eine kurze Antwort von der Medizinischen Direktion des LKH. Hier der komplette Wortlaut : Krankengeschichte nicht auffindbar, Übermittlung von weiteren Unterlagen leider deshalb nicht möglich.

In Österreich ist jedes Krankenhaus gesetzlich verpflichtet Krankengeschichten in doppelter Ausführung mindestens 30 Jahre aufzubewahren. Wie kann es sein das sobald ich mit rechtlichen schritten drohe plötzlich die gesamte Krankengeschichte in zweifacher Ausführung verschwunden ist?

Der Primar des Zentrum für Seelische Gesundheit wurde erst vor wenigen Tagen von einem Richter, während eines Strafprozess gegen den Primar, wegen der " schleißigen" Krankengeschichte in dem verhandelten Fall gerügt.


 

 

Nachtrag III

Die scheinbare Tatsache das meine Krankenakte "plötzlich" verschwunden war hat mich dazu veranlasst mich nochmals schriftlich an die Medizinische Direktion des LKH zu wenden. In meinem Schreiben wies ich daraufhin das das Vorgehen der Psychiatrie gegen geltendes Recht verstoße und ich nach Ablauf einer 14 tägigen letzten Frist nicht nur zivilrechtlich sondern auch strafrechtlich gegen das LKH vorgehen würde. Nach 2 Wochen erhielt ich einen höfflich formulierten Brief aus dem Sekretariat der Psychiatrie. Der Brief schien vom Primar persönlich zu stammen. "Er" teilte mir darin mit das ich ja die Krankengeschichte bereits hätte. Ich Antwortete nicht auf den Brief und wartete zu nächst noch ab. Einen Tag bevor ich die notwendigen rechtlichen Schritte einleiten wollte ( Klage bei Gericht/Strafanzeige) bekam ich überraschender weiße Post aus dem LKH. Ich erhielt zumindest Teilweise meine Krankengeschichte zugeschickt. Da ich wissen wollte wie es dazu kam Telefonierte ich mit einer Dame aus dem Sekretariat des Medizinischen Direktors. Dort wurde mir mitgeteilt das der Med. Direktor sich Persönlich meines "Anliegens" angenommen hätte und den Primar des Zentrum für Seelische Gesundheit angewiesen hätte mir endlich die Akten zuzuschicken. Der Primar musste dem insofern zustimmen gab jedoch an nicht die gesamte Akte zu übermitteln. Diese Auskunft erhielt ich natürlich inoffiziell. Seltsamer weiße war meine bis Dato verschwundene Krankengeschichte sofort auffindbar und wurde mir, zumindest teilweise, zugeschickt.

In besagter Akte sprich den kaum lesbaren (!) Pflegeprotokollen fand ich so manche Antwort auf meine Fragen.

Z. B. wie es zu meiner Verlegung auf die Geschlossene Station kam. Im Pflegeprotokoll stehen mehrmals Einträge die schlichtweg erfunden sind. Laut dem Protokoll hätte ich mehrmals das Personal beschimpft und schließlich auch noch unerlaubt die Station ohne Begleitung verlassen. Diese und weitere Einträge führten letztendlich zu meinem einwöchigen Aufenthalt in der Geschlossenen ( nach dieser Woche wurde ich übrigens direkt nach Hause entlassen).

Die Tatsache das wiederholt falsche und erfundene Einträge in die Krankenakte gemacht wurden stellt meiner Ansicht nach den Strafbestand der Urkundenfälschung dar. Die dafür Verantwortlichen so genannten Diplom Krankenpfleger(innen) der Station 08 werden dafür wohl nie zur Verantwortung gezogen werden da weder die Unterschriften lesbar sind noch ein, für mich, Identifizierbarer Name in den Akten auftaucht. Auch werde ich die Gründe führ ihr illegales handeln wohl nie erfahren.

Leider ist das kein Einzelfall. Ähnlich unwahre Einträge finden sich beispielsweise in der Krankengeschichte zu meinem Letzten Aufenthalt. Nicht nur das es wieder unwahre Behauptungen des Pflegepersonals gab diesmal hatte der Stationsführende Psychologe der Station 07 zumindest ein komplettes psychotherapeutisches Gespräch erfunden. Ich habe ein Gesprächs Protokoll als Kopie erhalten das niemals stattgefunden hat. Während dieses Aufenthaltes auf der Station 07 fanden keinerlei therapeutische Gespräche statt. Der Psychologe der Station 07 hat zumindest ein Gespräch erfunden und wahrscheinlich auch unrechtmäßig mit der Krankenkasse abgerechnet.

Da ich ja leider nicht die gesamten Krankenakten habe, und die Akten nur so vor Fehlern und Ungereimtheiten strotzen, sehe ich mich leider dazu gezwungen meine Erfahrungen mit dem Zentrum für Seelische Gesundheit des Landeskrankenhaus in Klagenfurt weiterhin als "Frei erfunden" im Internet stehen zu lassen!

P.s Dieser Teil meiner Hp ist geschlossen und wird nicht weiter "betreut".