Nach dem Tod
Was geschieht nach dem Tod oder besser gesagt nach dem sterben?
Die Frage ob “man“ Tod “sein“ kann, denn das würde dann ein “Sein“ im Tod
voraussetzen, lasse ich vorerst außer Acht.
Leider ist die Frage wann man wirklich Tod ist nicht genau
geklärt. Experten
streiten darum ab wann man wirklich Tod ist. Im Lexikon ist Folgendes zu finden:
Tod
Ende der
Lebensfunktionen bei Lebewesen; unterschieden werden
der klinische Tod (etwa drei Minuten nach Herz- bzw. Atemstillstand),
Organtod (Funktionsstillstand lebenswichtiger Organe),
Zentraler Tod (Hirntod ohne maschinelle Lebensverlängerung) und
Biologischer Tod (Einsetzen der Todeszeichen wie Leichenstarre).
Die eine Möglichkeit ist das nach dem sterben alles vorbei ist, das wir aufhören
zu existieren. Das nichts von uns übrig bleiben wird. Nicht einmal mehr eine
Erinnerung, wenn nur genügend Zeit vergangen ist oder erinnert sich noch jemand
an seine Ur Ur Großeltern?
Im christlichen Glauben, wie auch in anderen Religionen, gibt es
zwei
Möglichkeiten:
1. Das Paradies
das,
(persisch-griechisch-lateinisch)
1)im Alten Testament der Garten Eden, in dem die ersten Menschen Adam und
Eva vor dem Sündenfall lebten, der zur Vertreibung aus dem Paradies führte.
2) der Ort, an dem ein Leben nach dem Tod stattfindet (Glaube vieler
Religionen); Himmel der Seligen.
3) idealer, idyllischer Ort mit optimalen Lebensbedingungen.
Selbstmörder kommen nicht in den Himmel! Der Mensch hat von Gott den
freien
Willen und die Möglichkeit zur freien Entscheidung bekommen. Darf sich jedoch
nicht selbst das Leben nehmen da Gott alleine das Recht hat leben zu geben oder
wieder zu nehmen. Wer sich also selbst umbringt begeht eine Art von Todsünde und
" fährt " zur Hölle. Es stimmt zwar das das Wort Selbstmord in der Bibel nicht
vorkommt das bedeutet allerdings nicht das es keine Sünde wäre. Die Kirche ist
der Meinung das Selbstmord gegen das 5. Gebot verstößt: Du sollst nicht töten!
Diese Sünde wiegt besonders schwer da man sie nicht mehr zu Lebzeiten bereuen
kann.
2.Die Hölle
Ort
der ewigen Verdammnis, der in allen Weltreligionen existiert. Bezeichnung für
die religiös begründete Vorstellung von der Unterwelt, der Behausung der Toten,
der Verdammten, des Teufels, der Dämonen, bei den Griechen der Hades
(Schattenreich der Toten), Scheol im alten Israel; diese Vorstellung wurde von
der christlichen Religion übernommen.
Beide Orte dürften allerdings zur zeit nur schwach besucht sein da Christen
erst, laut Offenbarung des Johannes, am Jüngsten Tag “gerichtet“ werden, also
erst wenn die Welt unter gegangen ist.
Eine weitere Möglichkeit ist Die Reinkarnation
die, (lateinisch-griechisch)
Metempsychose, Seelenwanderung, Widerverkörperung; Vorstellung vom Eintritt der
Seele in einen anderen Körper nach dem Tode; bestimmt die Religion zahlreicher
Kulturen und prägt deren religiösen Praktiken (insbesondere Totenrituale); von
zentraler Bedeutung unter anderem im Hinduismus und Buddhismus.
Selbstmörder werden demnach wiedergeboren und stehen dann vor
den selben "Problemen" welcher er sich jetzt zu entziehen versucht. Das Ganze
geht dann immer so weiter. Das heißt soviel wie man wird seine " Probleme"
irgendwann doch lösen müssen und kann sich ihnen auf keinen Fall entziehen.
Die Wiedergeburt wiederholt sich bis man irgendwann ins Nirwana eingeht
Nirwana: im
Buddhismus der jenseits der Welt des Bewusstseins und individueller
Lebensprozesse liegende Zustand ewiger, seliger Ruhe und die Befreiung aus dem
Kreislauf der Wiedergeburten; die völlige Loslösung der Seele von der Materie
ist zentrales Anliegen gläubiger Buddhisten.
Im Hinduismus das Aufgehen der Einzelseele im Absoluten.
Was uns tatsächlich erwartet wird wahrscheinlich, trotz der zahlreichen Nah- Toderfahrungen, nie geklärt werden können. Weder die
Sterblichkeit noch die
Unsterblichkeit der Seele kann letztendlich stichhaltig bewiesen werden. Wen wir
in Lexika nachblättern finden wir dann meist Erklärungen wie diese:
Seele
auch. Psyche;
Vorstellung,
dass das gesamte geistige Potenzial des Menschen an einer Stelle zentralisiert
ist; jedes Denken und Fühlen spielt sich danach dort ab. Aristoteles unterschied
zwischen vegetativer Seele (Vitalseele, Entelechie) und der anmalen
(vorstellenden, begehrenden und fühlenden) Seele. Nach manchen
Glaubensvorstellungen werden Seele und Körper nach dem Tode getrennt, wobei die
Seele in ein anderes Lebewesen eingeht (Seelenwanderung); nach den Erkenntnissen
der heutigen Psychologie, die das Seelenleben wissenschaftlich erforscht, lässt
sich die Unsterblichkeit der Seele nicht mehr vernünftig begründen, ebenso wenig
lässt sich jedoch die Seelentätigkeit auf bloße physiologische Abläufe des
Gehirns reduzieren.
In fast allen mir bekannten Religionen ist ein selbst
herbeigeführter Tod unter Androhung ewiger Verdammnis strengstens Verboten.
Abschließend möchte ich anmerken das es wohl das beste sein wird wenn jeder das
glaubt was für ihn am “bequemsten“ ist. Sicher aber ist das jeder von uns,
zumindest eine gewisse Zeit lang, in den Erinnerungen seiner Familie, Freunden
und Bekannten weiterleben wird. Ob unser gesamtes Leben als “gut“ oder
“schlecht/böse“ in ihren Erinnerungen weiterlebt haben wir und nur wir alleine
in der Hand.
Sterben muss ein Schrecklich großes Abenteuer sein
(J.M.Barries Peter Pan)