Ist ein Freitod eine feige Tat?



Ist jemand der freiwillig aus dem Leben scheidet ein Feigling wie es so mancher unserer Mitmenschen so gerne behauptet?

Oder ist es vielmehr die schwerste Entscheidung die der zum Freitod geneigte Mensch in seinem Leben zu treffen hat?
Eine Entscheidung die bei der Durchführung eine ungeheure Anstrengung des Willens und aller zusammennahme des Mutes bedarf.
Schließlich heißt die Entscheidung zur Durchführung des Freitodes nichts anderes als das sich auflehnen, das sich widersetzen, das überwinden gegen den stärksten Trieb den der Mensch besitz,t den Selbsterhaltungstrieb und gleichzeitig auch wieder der gesellschaftlichen Norm, wieder der Meinung der Ansicht wieder des Glaubens der den Großteil der Menschheit inne wohnt.

Stellen wir uns einmal vor ich stünde vor einem Abgrund dessen Tiefe meinen Tod garantiert.
Hinter mir das was man allgemein hin als Leben als Existenz bezeichnet.
Die Familie( Freunde, Bekannte, Mitmenschen)
der Beruf ( das Können)
das Vermögen ( die Dinge die Jeder von uns mehr oder weniger besitzt)
das Wissen ( welches uns zu eigen ist)
und gleichzeitig der Schmerz, die Erkenntnis der Sinnlosigkeit der Existenz ,
einerseits, andererseits nur einen Sprung einen kleinen Schritt weiter, in die andere Richtung, vor mir, der Abgrund und dessen unausweichliches Ende der Tod.
Das Ende meiner gesamten Existenz.
In der Mitte ICH der die Entscheidung trifft der die freie Wahl hat. Der die Konsequenzen darüber tragen muss ob einen Schritt vor oder zurück. ICH bin es der diese Entscheidung fällen muss ICH ganz Allein, kein Arzt, kein Therapeut, kein Polizist, kein Gott!
Wenn ich mich dazu entscheide diesen Schritt nach vor oder zurück zu machen ist in jedem Fall mein ganzer Wille und mein gesamter Mut dafür notwendig!