Angst vor dem Tod
Ein Psychiater hat mal gemeint ich hätte keine Angst vor dem Tod, und unlängst
wurde ich in einer E-Mail gefragt warum das so ist. Ich möchte, zumindest
versuchen, das hier zu erklären: Der Tod ist nichts
wovon man Angst
haben muss. Er bedeutet das Ende dessen was wir als Leben bezeichnen. Jeder Mensch und jedes Lebewesen muss irgendwann einmal sterben und das ist auch
tatsächlich das einzige was der Mensch wirklich muss. Warum sich also vor etwas
fürchten das sowieso unausweichlich ist? Mit dem Tod verbinden die meisten
Mensch Angst weil es etwas endgültiges, unausweichliches und unbekanntes ist.
Auch die, meiner Meinung nach sinnlose, Sorge um den Körper spielt dabei eine
Rolle, schließlich verfault der Körper zumeist in der Erde. Der Tod als Ende
dieser meiner Existenz macht mir keine Angst, aus dem einfachen Grund weil er
eben das bedeutet was er ist nämlich das Ende der Existenz. Nach dem sterben
werde ich nicht mehr sein und es wird mich nie wieder geben in keinerlei Form.
Darum ist es auch völlig unerheblich was ich in meinem "Leben" erreicht habe,
oder glaubte erreicht zu haben, was ich gemacht habe und was ich nicht gemacht
habe. Somit ist es auch völlig unerheblich wie ich mein Hier und Jetzt
verbringe, ob ich morgens in der Früh aufstehe oder erst am Mittag. Aber um auf
das eigentliche Thema dieser Seite zurück zu kommen sollte ich noch, ich weis
ich wiederhole mich, kurz erklären wie ich mir den Tod "vorstelle": Nach dem
sterben hört man auf zu existieren, dieser "Zustand" des nicht mehr Seins ist
irgendwie unerklärlich. Wie sollte ich auch etwas
erklären das ich ja noch nie
erlebt habe? Nun das ist für mich doch recht einfach. Ich war zwar noch nie tot
aber einen dem Tod ähnlichen zustand durfte ich bisweilen erleben, indem ich
meinen mich quälenden "Schlafstörungen" mit entsprechenden "Mitteln"
Paroli geboten habe. Ab einer gewissen Menge von guten alten Schlafmitteln schläft
man ein und erwacht nach mehrstündigen "Schlaf" und fragt sich was "passiert"
ist. Nicht der Dämmerzustand bis die Pillen wirken noch der "Hang Over" danach
sollen hier interessieren sondern der "Zustand" dazwischen. Als man nicht mehr
denken musste, die "Wut" unterdrücken oder sich durch Albträume "quälen" musste.
Als man nicht mehr "war" und sich Selbst nicht mehr bewusst ist. So stelle ich
mir den Tod vor. Warum also sollte ich mich davor fürchten? Vor einem "nicht
mehr Sein müssen", einem nicht mehr "fühlen" und alles aushalten müssen. Vor dem
Tod muss man sich nicht fürchten und ich fürchte mich nicht davor. Eher das
Gegenteil ist bei mir der Fall ich versuche meine "Gesundheit" so gut es geht zu
"ruinieren", so Rauche ich möglichst viel in dem Wissen das jede Zigarette mein
Leben verkürzt. In dem Wissen das jeder Zug mich ein Stückchen näher bring an
den "Zustand" des nicht mehr seins.